In dem Film “Der Weg ins Judentum - Erfahrungsberichte deutscher Konvertiten”, der auf www.papdam.net zu sehen ist, erzählen drei deutsche Konvertiten von ihrem Weg ins Judentum. Der Film beginnt auf dem Eisernen Steg in Frankfurt. Es ist ein kalter Wintertag, an dem nur wenige Menschen auf der Brücke unterwegs sind. Dann erzählen Chana Batya, Avichai Meir und Nethanel ausführlich über ihren Übertritt zum Judentum, die Reaktionen ihrer Umwelt, ihr Verhältnis zu Israel und ihr Leben mit dem Judentum im Alltag. Bei allen drei Protagonisten hat man den Eindruck, dass sie voll und ganz im Judentum angekommen sind, dass sie jüdisches Denken und Fühlen entwickelt haben und sich eine jüdische Identität aufgebaut haben.
“Der Weg ins Judentum” zeigt sehr schön, wie weit der Weg ins Judentum für einen Nichtjuden ist. Vor dem Untertauchen in der Mikwe und der Beschneidung steht ein langer Entwicklungsprozess. Wie beim Gang über eine Brücke lässt man die eine Seite hinter sich, lange bevor man auf der anderen Seite ankommt. Auf der Brücke selbst ist man dann mit sich und der zu treffenen Entscheidung allein. Dieses temporäre Alleinsein ist aber nicht schlecht, im Gegenteil, es ist notwendig, um diese weitreichende Entscheidung (die, wenn man sie ernst nimmt, die eigene Persönlichkeit und das ganze Leben verändern wird) unbeeinflusst treffen zu können. Die drei Konvertiten im Film sind jedenfalls, wie es scheint, gut und wohlbehalten auf der anderen Seite, sprich im Judentum, angekommen.
Ich kann diesen Film all jenen empfehlen, die sich einmal einen Eindruck aus erster Hand über halachisch einwandfreie Motive für und Übertritte ins Judentum verschaffen wollen.
Eure Anna
