Kinder im Iran werden schon in der Grundschule systematisch gegen Israel aufgehetzt. In dem weitverbreiteten Persisch-Lesebuch „Farsi“ für die Grundschule üben die Schüler im zweiten Schuljahr zum Beispiel mit dem folgendem „Brief eines palästinensischen Jungen“ lesen und schreiben:
„Ich bin ein palästinensischer Junge. Wir palästinensischen Jungen sind Muslime. Unser Land heißt Palästina. Der Feind hat unsere Heimat und unsere Häuser besetzt. Wir leben in der Wüste in Zelten, aber der Feind lässt uns nirgends in Ruhe. Er bombardiert unsere Zelte, unsere Schulen und sogar unsere Krankenhäuser. Seitdem eure islamische Revolution unter der Führung von Imam Chomeini siegreich war, hat unser Feind sehr viel Angst. Deshalb quält er uns nun noch mehr. Unser Feind ist Israel. Israel ist der Feind aller freien Menschen. Wir kämpfen bis zum letzten Atemzug gegen Israel. Wir wissen, dass ihr und alle freien Menschen uns helfen werdet. Wir kämpfen und werden mit Gottes Hilfe siegen und in unsere schöne Heimat zurückkehren. In der Hoffnung auf den Sieg, auf Wiedersehen.“
Wohlgemerkt: Dieser „Brief“ stammt aus der Zeit vor Ahmadinedschad. Ich habe mir das Schulbuch mal aus Interesse von einer Arbeitskollegin aus dem Iran mitbringen lassen, als gerade Präsident Chatami im Amt war und man im Westen an eine allmähliche Liberalisierung des Landes glauben wollte. Ein Blick in die iranischen Schulbücher hätte allerdings ausgereicht, um zu sehen, dass das reines Wunschdenken war. Ein Staat, der schon seine Kinder so systematisch zum Hass auf ein anderes Volk erzieht, ist schlicht und einfach ein totalitäres Regime und von Mäßigung und Öffnung weit entfernt. Im Iran sind seit der Revolution schon mehrere Generationen von Schülern gegen Israel manipuliert worden. Es wundert mich daher überhaupt nicht, wenn Ahmadinedschads Anti-Israel-Parolen in seinem eigenen Land jetzt auf fruchtbaren Boden fallen.
Eure Anna
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