Angeregt durch einen Beitrag auf dem Hamantaschen-Blog habe ich mir heute einmal Gedanken über die Bedeutung von Kleidung in meinem jüdischen Umfeld gemacht. Interessante Erlebnisse habe ich in dieser Beziehung schon in jüdischen Läden gehabt. Ich trage gerne Hosen mit tunikaartigen Oberteilen, weil das für mich ein alltagstauglicher Kompromiss zwischen ”nur Rock” und “nur Hose” ist. Die Hose an sich reicht aber offenbar schon, damit mich das Personal in jüdischen Läden in die nichtjüdische Schublade steckt und mir unaufgefordert ausführliche Erklärungen gibt, wofür ich die von mir ausgesuchten Produkte denn verwenden könnte. Ich antworte dann gerne auf Hebräisch und ernte entsprechend überraschte Blicke. Komme ich dagegen mit langem Rock, Kopfbedeckung und Ehemann, dann wird mir genauso unaufgefordert erklärt, wer den Hechscher für die Lebensmittel erteilt hat. Macht ja nix. Ich bin ja flexibel
Eure Anna
Veröffentlicht in Gesellschaft, Judentum
