Wie freundlich! Wie großzügig! Die Finanzämter wollen auch in diesem Jahr wieder den “Weihnachtsfrieden” wahren. Soll heißen, dass zum Beispiel die Finanzämter in Bayern auf “nicht angebrachte” Maßnahmen zwischen dem 20. Dezember und Neujahr verzichten wollen. Natürlich nur, wenn die Staatskasse dadurch keinen finanziellen Schaden erleidet. Klar, so weit geht die Liebe zum Bürger dann doch nicht. Für wie naiv halten die einen eigentlich? In Wahrheit ist es doch wohl eher so, dass die Finanzbeamten im Weihnachtsurlaub sind und die Finanzämter genauso wie die Unternehmen nur einen Notbetrieb aufrecht erhalten. Ich hätte übrigens noch ein paar gute Ideen für unser aller “Weihnachtsfrieden”: keine Mitteilungen über Strompreiserhöhungen (kam bei uns am 23.12.), keine Rechnung für die natürlich ebenfalls gestiegene Autoversicherung (kam bei uns am 20.12.), keine strafzettelschreibenen Hilfsscheriffs, keine Bußgelder für zu schnelles Fahren im Weihnachtsurlaubsverkehr, keine Mitteilungen der Krankenkassen über Tariferhöhungen (kam bei uns am 22.12.) und so weiter und so fort. Bei so viel unangenehmer Post im vorweihnachtlichen Briefkasten würde ein Schreiben vom Finanzamt doch gar nicht auffallen. Ich plädiere daher einfach für weniger dämliches Politiker- und Beamtengeschwätz in der Weihnachtszeit und am besten gleich auch das ganze Jahr über.
Eure Anna
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