… und als anständige jüdische Bloggerin müsste ich eigentlich schon längst einen ordentlichen Beitrag über unsere Pessach-Vorbereitungen geschrieben haben. Das Problem ist bloß: Wir haben noch gar nichts vorbereitet. Okay, wir haben uns schon mit einem Basis-Vorrat an Matzot (ungesäuertes Brot) eingedeckt, damit wir am nächsten Samstag nicht total “mittellos” dastehen, aber mehr auch nicht. Kein Hausputz, keine Sederabend-Rezept-und-Gäste-Planung. Wir haben dieses Jahr einfach nicht viel Zeit dafür. Heute Nachmittag werden wir alle Räume bis auf die Küche einmal ordentlich saubermachen. Die Küche ist im Laufe der Woche, kurz vor Pessach, dran. Dann bringen wir auch unser restliches Chametz (Brot, Brötchen und alle anderen Nahrungsmitel aus Sauerteig) aus dem Haus und holen unser Pessach-Geschirr aus dem Keller - und gut ist. Hausputz-Orgien, die am Sederabend im totalen Erschöpfungszustand der Hausfrau enden, gibt es bei uns nicht. Wir werden also mit Sicherheit nicht die Einbauküche demontieren, nur weil sich hinter dem Ofen auch noch ein allerletztes Krümelchen Brot verstecken könnte. Ja, und der Seder-Abend, den werden wir dieses Jahr gar nicht zu Hause abhalten. Wir gehen in die Gemeinde und lassen uns von vorne und hinten bedienen. Das ist einmal eine wirklich entspannende Aussicht. Ich glaube, wenn uns das dieses Mal gefällt, werden wir das dann noch öfter machen wollen
Ich wünsche euch allen heute schon חג פסח כשר ושמח ומועדים לשמחה - Chag Pessach Kascher we-Sameach, ein schönes und koscheres Pessach-Fest.
Eure Anna
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