Auf EUR 1,49 hat der Benzinpreis heute morgen gestanden! Das sind fast drei Mark. Drei Mark! Für einen Liter Benzin! Dieser Wahnsinn erinnert mich an das Horrorszenario der Grünen, die vor Jahren schon den Benzinpreis auf 5 Mark sehen wollten, um die Leute zum Umsteigen auf öffentliche Verkehrsmittel zu zwingen. Ich fürchte, bald sind wir da, wo die uns einst haben wollten. Dann bleibt das Auto vor der Tür stehen, und wir fahren wieder Rad. Mein lieber Mann und ich haben da nur ein winziges praktisches Problem: Wir brauchen unsere Autos, um zur Arbeit zu kommen. Und wir haben so weite Wege, dass wir beide einmal die Woche tanken müssen. Zwei Tankfüllungen pro Woche - das muss man sich erst mal leisten können! Wir arbeiten an unterschiedlichen Orten und haben unseren Wohnort strategisch genau in die Mitte gelegt. Damit haben wir im Grunde nur das getan, was unsere Politiker uns jahrelang gepredigt haben: wir sind flexibel und mobil - wir nehmen brav und engagiert auch weite Wege zur Arbeit in Kauf. Und bevor jetzt die Umweltschützer die Kommentarfunktion stürmen: nein, wir können in unserer jetzigen Lebenssituation nicht auf unsere Autos “verzichten” und “entspannt” auf öffentliche Verkehrsmittel ausweichen (die übrigens auch immer teurer werden). Ich wäre, ohne dass ich dabei etwas sparen würde, drei Stunden am Tag mit der Bahn unterwegs, und mein Mann müsste vom nächstgelegenen Bahnhof zu seinem Arbeitsplatz sogar noch 5 km laufen. Das geht also gar nicht. Oder - etwas geht doch: ich höre auf zu arbeiten, weil der Weg zur Arbeit unbezahlbar wird
Oh Mann, ich bin echt angeätzt heute.
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