Das wird wohl ein unruhiger Jom Kippur werden. Wie soll man denn einen ganzen Tag abgeschottet in der Synagoge verbringen, wenn draußen gerade die (Finanz-)Welt zugrunde geht? Es ist ja nicht so, dass wir nichts zu verlieren hätten. Und ob die Einlagensicherung greift oder die Garantien von Frau Merkel und der EU etwas wert sind, das darf man getrost skeptisch sehen. Ich werde jedenfalls auch am Donnerstag die Entwicklungen nicht ganz aus dem Blick verlieren. Glücklicherweise gibt es da auch in der Synagoge immer gut informierte Leute.
Verfasst von: Anna | 7. Oktober 2008
Finanzkrise: Unruhe vor Jom Kippur
Veröffentlicht in Jom Kippur, Wirtschaft
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Bei uns in der Synagoge hat man auch gespürt, dass viele Leute unruhig waren. Es geht ja nicht nur um Wertpapiere, sondern auch um normale Spareinlagen und dann auch um Arbeitsplätze.
Von: Jana am 10. Oktober 2008
um 14:08
Bei uns war es auch so. Alle machen sich große Sorgen, um die Ersparnisse, um die Altersvorsorge, um den Arbeitsplatz, um das Geschäft. Wer sich keine Sorgen macht, ist entweder verschuldet oder Beamter oder schwer von Begriff (oder alles zusammen).
Trotzdem Schabbat Schalom!
Von: Anna am 10. Oktober 2008
um 15:25
Hier in England machen viele mittelständige Firmen pleite, meinem Schwiegervater u. der dem Mann meiner besten Freundin drohen die Kündigungen.
Ich glaube, daß es noch schlimmer werden wird.
Von: Netty am 15. Oktober 2008
um 8:57
@Netty, das tut mir leid, dass deine Familie und deine Freundin so direkt betroffen sind
Man hört aus England zur Zeit so viele schlechte Nachrichten. Ich glaube, hier in D wird es auch noch schlimmer werden. Trotzdem hab ich hier auch schon vereinzelt Leute gehört, denen die Finanzkrise so richtig demonstrativ egal war. Aber ich denke, die haben halt nichts zu befürchten, weil sie eh verschuldet und/oder Beamte sind und der Rest der Welt ist ihnen egal.
Von: Anna am 15. Oktober 2008
um 19:48