Verfasst von: Anna | 19. November 2006

Online Shops: Einkaufen im Internet

Im Internet fühle ich mich wie ein Fisch im Wasser. Seit 10 Jahren gehe ich fast täglich online, um mich zu informieren, zu lesen, zu schreiben, zu telefonieren, israelisches Radio zu hören und südamerikanische Fernsehsendungen anzusehen. Nur Einkaufen im Internet war für mich lange Zeit tabu. Das hat sich inzwischen geändert.

Zuerst bin ich den Reisebüros abtrünnig geworden. Erstens habe ich keine Zeit, mich dort wartend in die Reihe zu stellen, nur um einen Katalog ausgehändigt zu bekommen. Zweitens kann ich die Verfügbarkeit meines Wunschhotels und -flugs sehr bequem und schnell im Internet selbst abfragen, anstatt wie früher erst mal etwas im Katalog auszusuchen, nur um dann vom Reisebüro gesagt zu bekommen, dass das Gewünschte bereits ausgebucht ist.  Drittens bin ich im Internet unabhängig von Öffnungszeiten und muss mich nicht nach der Arbeit noch in ein Reisebüro begeben und dort auf die  vielfältigen Details einer Reisebuchung konzentrieren. Lange Rede, kurzer Sinn: ich verzichte auf eine „Beratung“ im Reisebüro, informiere mich selbst und freue mich, wenn ich ein paar Tage nach meiner Online-Buchung meine Reiseunterlagen völlig stressfrei aus dem Briefkasten nehmen kann.

Auch die Apotheken können inzwischen nicht mehr viel an mir verdienen. Rezeptfreie Medikamente bestelle ich grundsätzlich online. Auch das ist bequem, unabhängig von Öffnungszeiten und teilweise erheblich preiswerter.

Seit kurzem habe ich nun auch keine Lust mehr auf die großen Elektronikmärkte. Als ich mir eine neue Digitalkamera kaufen wollte, habe ich einen nach dem anderen abgeklappert und war ziemlich entnervt, weil sie allesamt zu voll, zu eng und zu laut sind und die hochwertigen, teuren Produkte teilweise gammelig präsentiert werden. Nach einigem Zögern habe ich also auch meine Sony Cybershot DSC H5 online bestellt und dabei noch 60 EUR gespart.

Obwohl ich bislang nur gute Erfahrungen mit Online-Geschäften gemacht habe, bleibe ich vorsichtig. Auf Vorkasse lasse ich mich zum Beispiel nicht ein. Ich kaufe nur bei Versandhändlern, die Bezahlung per Rechnung, Nachnahme (ohne horrende „Strafzuschläge“) oder Barzahlung mit Selbstabholung anbieten.

Für den Handel vor Ort sehe ich ziemlich schwarz. Seitdem auch ich unter die Online-Käufer gegangen bin, habe ich mich mal unter Freunden, Arbeitskollegen und Nachbarn umgehört. Quer durch alle Altersgruppen haben sie alle schon mal etwas im Internet bestellt. Ich bin gespannt, wohin uns dieser Trend führen wird.

Anna

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