Verfasst von: Anna | 10. Dezember 2006

Chanukka kann kommen

Chanukka kann kommen

Ich hab’s geschafft: ich habe Chanukka dieses Jahr endlich einmal wieder in Ruhe vorbereiten können. 

Letzte Woche habe ich schon die Chanukka-Geschenke für die ganze Familie gekauft. Gut, zugegeben, die Einkaufstour war nicht so prickelnd, weil die Läden jetzt im Dezember so voll mit „anderen“ Geschenkekäufern sind. Aber zu Hause habe ich meine Ausbeute dann schön verpackt und in der hintersten Ecke im Schrank verstaut.  

Heute habe ich unsere Chanukiot aus den Regalen geholt und mal ganz gründlich vom Wachs der letzten Jahre befreit. Oh Mann, was in diese kleinen Kerzenhalter doch alles reingeht!  Nach der Kratzaktion sind die Löcher auf einmal größer als je zuvor 🙄

Unseren Kerzenvorrat habe ich auch unter die Lupe genommen. Wie immer haben wir ein paar Kerzen zu wenig, und wie immer macht das nichts, weil wir eh einmal zur Familie, einmal in die Gemeinde und einmal zu Freunden gehen wollen :mrgreen:

Das Sufganiot-Rezept von Miriam habe ich auch getestet. Lecker, kann ich da nur sagen! Die Backofen-Variante ist sogar mir gelungen 😀 Wir haben die Test-Portion schon komplett verputzt; ich fürchte, dass ich bei dem Appetit in den nächsten Tagen eine Massenproduktion starten muss.

In diesem Sinne wünsche ich euch allen jetzt schon mal חג חנוכה שמח  und ein fröhliches Chanukka-Fest!

Eure Anna

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Responses

  1. B“H

    Wow, Du bist aber frueh dran mit Chanukkiah putzen und so. Ich habe noch gar nichts vorbereitet. Bei mir geht eh immer alles auf den letzten Druecker.

    Ich sehe derweil auch keinen wesentlichen Unterschied der Leute. Geschaefte werden nicht gestuermt, ausser unserer Baeckerei. Aber im Winter essen die Leute eh immer mehr als im Sommer.

    Die Sufganiot haengen mir mittlerweile schon zum Halse raus. Nach dem Kerzenanzuenden werde ich aber dieses Mal die Psalmen sagen, wie in meinem Beitrag ueber Chanukkah angegeben. Zumindest 7x Psalm 91. Hoffentlich kommt dann wenigstens Spirituality auf.

    Habt Ihr auch Chanukkah – Parties in Eurer Gemeinde oder privat ?

    Miriam

  2. Huhu Anna,

    kleine Anmerkung am Rande: Der Link zu dem leckeren Rezept geht nicht, vielleicht kannst du den bei Gelegenheit korrigieren. Ansonsten finde ich deinen Blog sehr gut und wahnsinnig interessant, bin selber zum Islam konvertiert und verfolge daher deinen Weg mit großer Neugierde. Ich wünsche dir alles Liebe, Amouna.

  3. So „vorbildlich“ wie heute kriege ich das sonst auch nicht hin. Aber dieses Jahr wollte einfach mal nicht diesen Stress in letzter Minute 🙂
    Mit Chanukka-Veranstaltungen sind wir bestens versorgt. Wir haben zwei Gemeinden, in die wir gehen können, ein Chanukkia-Zünden von Chabad plus privates Zünden mit Familie und Freunden. Wir wollen aber auch ein paar Abende in Ruhe zu Hause verbringen, allzuviel „Event“ ist nix für mich 🙂

    Grüße
    Anna

  4. Hi Amouna,
    danke für den Hinweis, ich habe den Link gleich korrigiert. Es freut mich zu lesen, dass du mein Blog interessant findest 🙂 . Ich denke, dass wir durch unsere Übertritte sicher in mancherlei Hinsicht ähnliche Erfahrungen gemacht haben, auch wenn es sich um ganz verschiedene Religionen handelt. Übrigens habe ich auch schon in deinem Blog gelesen. Dir auch alles Liebe, Anna

  5. B“H

    Bei mir ist kein Stress. Abends bin ich fast taeglich bis um 20.00 Uhr in der Baeckerei. Wir machen aber ein gemeinsames Chanukkiah – Anzuenden unten im Laden. Zusammen mit der Kundschaft und Maoz Zur – Singen.
    Wir sind keine Ausnahme, denn sogar in vielen Supermaerkten wir dies gemacht.

    Ich bin zu zwei Parties eingeladen und muss mal schauen, wie ich das zeitlich schaffe. Eine Party davon ist in der Altstadt mit den reichen schwebenden Amerikanerinnen dort. Essen vegetarisch und die Veranstalterin haelt kabbalistische Reden. Mal sehen, ob ich das durchhalte…..

    Miriam

  6. Chanukia-Zünden am Arbeitsplatz mit Kundschaft und Maoz Zur – das sind dann eben die Vorteile, wenn man in Israel lebt *schwärm*

    Anna

  7. Gibt noch einen weiteren Vorteil: Chanuka ist hier ein kleines Festchen, nicht einmal arbeitsfrei ist. Geschenke kriegt auch niemand im großen Stil, und Grußkarten auch nicht. Der totale Streß ist dafür zu Pesach, inklusive Einkaufsrausch! Jede Kultur hat ihr „großes Fest“ – im Israel ist es Pesach, in Europa eben Weihnachten bzw. daran angelehnt Chanuka.

  8. Das ist vielleicht in deiner Familie so, Schmetterlingsfrau. Bei unserer Familie in Israel ist das anders: dort gibt es Kerzenzünden, Geschenke für die Kinder, Grußkarten, Einladungen – eben alles, was dazu gehört. Unsere Familie besteht übrigens nicht aus Neueinwanderern, die irgendwelche verkappten Weihnachtsbräuche aus Europa mitgebracht hätten, sondern sind Israelis der dritten Generation! Du kannst also davon ausgehen, dass sie wissen, was sie tun. Und wir wissen das auch. Keiner feiert hier Chanukka im großen Stil nur um mit Weihnachten gleichzuziehen. Wo hast du das nur schon wieder her? Du hast doch als Jüdin nie in Europa gelebt.

    Anna


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