Verfasst von: Anna | 15. Dezember 2006

Paris im Dezember: Koscher einkaufen im Lichtermeer

Soooo … endlich habe ich alles ausgepackt und untergebracht. Wir waren nämlich gerade für zwei Tage in Paris zum Einkaufen in jüdischen Läden. Eigentlich wollten wir das erst im Januar machen, aber als wir hörten, dass Freunde aus Israel auf ihrem Weg nach Kanada für drei Tage in Paris Station machen, haben wir uns spontan ins Auto gesetzt und sind auch hingefahren. Das hat sich in jeder Hinsicht gelohnt! Nicht nur, weil wir besagte Freunde wiedergesehen und ganz viel eingekauft haben, sondern auch weil Paris im Dezember besonders schön ist. Da erstrahlt die Stadt nämlich im vorweihnachtlichen Lichterglanz. Die Traditionskaufhäuser am Boulevard Haussmann bringen ihre Fassaden mit tausenden von kleinen Lämpchen zum Leuchten und schmücken ihre (sowieso schon sehenswerten) Verkaufsräume mit glitzernden Tannenbäumen, leuchtenden Sternen und allerlei bunten Kugeln. Die Bäume auf den Champs Elysées sind mit Lichtergirlanden dekoriert, wodurch sich dieser Prachtboulevard bis zum Arc de Triomphe in ein wahres Lichtermeer verwandelt. Auch die anderen großen Straßen in der Innenstadt sind mit üppigen Beleuchtungen ausgestattet. Das war alles sehr schön anzusehen und ein außergewöhnliches Ambiente während unserer Einkaufstour durch Paris. Leider habe ich keine Kamera dabeigehabt. Ich hatte einfach nicht darüber nachgedacht, dass es dort jetzt so viele schöne Nachtmotive geben könnte!   

Aber nochmal zu den jüdischen Läden. In Paris gibt es ein riesiges Angebot an koscheren Metzgereien, Bäckereien, Lebensmittelgeschäften, Restaurants, jüdischen Buchhandlungen und einschlägigen Geschäften für religiöse Artikel. Sie sind über die ganze Stadt verteilt. Wir haben aber überwiegend im 19. Arrondissement entlang der Avenue de Flandre eingekauft, weil dort unser Hotel war und wir unsere Einkäufe so nicht erst kilometerweit durch die Metro schleppen mussten. Auch diesmal haben wir uns wieder mit koscherem Fleisch, Chummus, Tchina und anderen leckeren Lebensmitteln, Schabbat-, Havdala- und Chanukka-Kerzen (jetzt haben wir sogar mehr als genug 🙂 ) und vielen anderen Kleinigkeiten eingedeckt. Unser ganzer Haushalt wirkt jetzt wieder ziemlich französisch.

Eure Anna

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Responses

  1. Na dann können wir ja kommen. Liebe Grüsse Anneka

  2. Huhu Anna, das klingt ja toll, wirklich schade, dass wir keine Fotos gucken können. Ich würde auch gerne mal nach Paris fahren, mal sehen, ob das irgendwann mal zeitlich hinhaut. Und koscher klingt gut, das dürfen wir nämlich auch bedenkenlos essen … 🙂 Alles Liebe, Amouna.

  3. B“H

    Anna, die Mischpoke ist im Anmarsch um euch den Kuehlschrank wieder leerzuraeumen. :-)))) Macht schnell ein Schloss davor. 🙂

    Ich kenne das alles noch all zu gut von meiner dt. Zeit. Das erinnert mich daran, dass auch ich genau vor 8 Jahren mit dem damaligen Rabbi unserer kleinen Gemeinde nach Strassburg zum Chanukkah – Einkauf fuhr.
    In Deutschland gibt es ja kaum etwas zu kaufen, es sei denn, man faehrt nach Frankfurt, Muenchen oder Berlin.
    Als wir den einen Abend in Strassburg waren, habe ich mich auch gleich maechtig eingedeckt. Allerdings war der franz. Humus gar nichts gegen den israel. Spaeter waren wir noch in einem der koscheren Restaurants dort essen incl. Chanukkiah anzuenden. War schon toll wieder einmal das Feeling zu haben.

    Ich nahm mir immer vor, das in Israel nicht zu vergessen, aber Jerusalem ist so voll mit allem und leider vergessen wir all unsere Vorteile gegenueber dem Ausland nur allzu schnell.

    Miriam

  4. Ja, ja, wir haben richtig feine Sachen im Kühlschrank, danach würde sich die Mischpoke alle Finger lecken 🙂 Chummus aus Israel ist auch dabei. Der französische schmeckt nämlich wirklich ganz anders und nicht so gut wie der israelische!

    In Strasbourg haben wir übrigens auch schon mal eingekauft, aber das ist halt viel kleiner als Paris. In Paris waren wir diesmal in einer koscheren Pizzeria essen. Das ist schon irgendwie seltsam für uns – eine koschere Pizzera mitten in Europa.

    Grüße
    Anna

  5. Amouna, in Paris gibt es übrigens auch unheimlich viele halal-Produkte und Restaurants. Und die sind dann auch noch preiswerter als koschere 🙂

    Grüße
    Anna

  6. B“H

    Anna, das wahre europ. Paradies lag fuer mich in London – Golders Green. Aber da ist es dann entsprechend teuer wegen des britischen Pfund.

    Miriam

  7. Du hast recht, Miriam, an Golders Green habe ich gar nicht gedacht. Das ist halt nicht so leicht zu erreichen mit dem Auto wie Paris. Ach, ich würde so gerne mal wieder nach London …

    Anna

  8. Jaja, Ihr wollt uns also nicht schnief, in Golders Green waren wir im April, würde ich auch gerne mal wieder hinfahren… fahren wir doch zusammen, äähh ich glaub fliegen ist besser. Lie Grü, chagsameach veshavua tov. Anneka

  9. Ach so eine Weblog-Betreiber-Gruppentour nach Golders Green – das wäre doch mal was 🙂

    Liebe Grüße, Schawua tow und Chanukka sameach nach Schweden
    Anna


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