Verfasst von: Anna | 29. Dezember 2006

Schnee in Israel

Einen echten Schneeball hat die Präsentatorin des Mabat-Wetterberichts gestern abend ins Studio mitgebracht, nachdem es an einigen Orten in Israel geschneit hatte. Den Nachrichten zufolge sind viele Kinder gestern gar nicht erst in die Schule gegangen, weil viele Schulgebäude schlecht geheizt sind und weil die Kinder im Schnee spielen wollten. Für israelische Kinder ist Schnee eben etwas Außergewöhnliches. In meiner Kindheit dagegen hat es jeden Winter geschneit. Mit meinem Vater war ich früher regelmäßig beim Schlittenfahren, Schneemannbauen und Eislaufen.

Heute kann ich auf Schnee sehr gut verzichten. Als autofahrende Pendlerin  sind mir frisch eingeschneite oder gar glatte Straßen im morgendlichen Berufsverkehr ein echter Horror. Zum Glück ist bei uns bis jetzt überhaupt noch kein Schnee in Sicht. Der fällt zur Zeit halt ein paar tausend Kilometer weiter im Süden – in Israel.

In diesem Sinne Schabbat Schalom 
Eure Anna

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Responses

  1. B“H

    Hi Anna,

    leider war der Schnee am Donnerstag frueh fast weggetaut. 🙂 Die Kaelte blieb aber. Am Mittwoch abend war es unklar, ob die Schueler am naechsten Tag in die Schule mussten, wegen der eventl. nicht fahrenden Busse. Doch wie gesagt, donnerstag war alles wieder normal.

    Israel. Schulen und sogar die Unis sind echt kaum geheizt. Vor allem die HebrewU in Jerusalem hat Heizprobleme (in Givat Ram). In Bar Ilan in Ramat Gan dagegen ist es ohnehin waermer.

    Doch ab morgen soll es wieder waermer werden. Der Winter in Jerusalem ist schon unangenehm, denn es gibt kaum Heizungen. Und oft ist es in den Wohnungen kaelter als draussen.

    Shavua Tov – Eine Gute Woche
    Miriam

  2. Bei den Temperaturen ohne Heizung, das ich echt unangenehm. Hoffentlich wirds bei euch bald wieder wärmer.

    In diesem Sinne eine gute Woche
    Anna

  3. hi anna,

    in der schul ist es auch nicht wirklich warm geworden an diesem schabbes. vielleicht sollte man fuer die wintertage etwas mehr bewegung beim beten vorsehen ?

    ;-))

    mir kam am schabbes ein buch von agnon in den sinn „nur wie ein gast zur nacht“. da spielt die schul sozusagen die rolle des „warmen, geheizten ortes“ in einem russischen winter. hast du das buch zufaellig gelesen ?

    liebe gruesse,
    grenzgaenger

    p.s. mir fiel wieder mal die unglaubliche „betgeschwindigkeit“ einiger mitbeter auf. wie machen die das nur ??

  4. B“H

    Wir ziehen uns halt warm an und warten auf bessere Zeiten. Gestern abend bei Rabbi ass ich zwei Teller Huehnersuppe. Heiss. 🙂
    Ab morgen soll ja das Thermometer auf 12 Grad ansteigen.

    Miriam

  5. Hi Grenzgänger,
    du hast schon recht, Synagogen sind jetzt auch gerade nicht so gemütlich, vor allem in den großen Synagogen der Großstädte kann es empfindllich kalt sein. Vielleicht hat die Betgeschwindigkeit ja auch was damit zu tun 🙂 Das Buch von Agnon kenne ich nur vom Titel her, ist es gut zu lesen?

    Gruß
    Anna

  6. hi anna,

    also zu agnon scheiden sich die geister, auch zu seinem buch „nur wie ein gast zur nacht“. ich mag die art und weise wie agnon schreibt, einfach weil es nicht die gestylte literarische normalkost ist. ob das buch gut zu lesen ist mag jede/r fuer sich selbst entscheiden, am besten nach der lektuere 🙂

    liebe gruesse,
    grenzgaenger

  7. Sobald ich Zeit zum Lesen habe, nehme ich mir auch mal wieder einen israelischen Autor vor. Vielleicht sogar Agnon.

    Grüße
    Anna


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