Verfasst von: Anna | 4. Januar 2007

Heute abend auf Arte: „Schweinefleisch und Milch“

Heute abend um 22.20 Uhr zeigt Arte den Dokumentarfilm „Schweinefleisch und Milch“. Es geht darin um Menschen in Israel, die aus unterschiedlichen Gründen aufgehört haben, jüdisch-orthodox zu leben und jetzt ein säkulares Leben führen.  Der Film zeigt die Schwierigkeiten, die mit so einem radikalen Wechsel der Lebensführung verbunden sind und wie die Betroffenen und ihre Familien damit umgehen.

Bei mir laufen hier gerade die Schabbat-Vorbereitungen auf Hochtouren. Mal sehen, ob ich trotzdem schaffe, den Film anzuschauen. Dann würde ich euch hier in den nächsten Tagen natürlich auch von meinen Eindrücken berichten 🙂

Eure Anna

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Responses

  1. Huhu Anna, vielen Dank für den Tip, das werde ich mir auf jeden Fall anschauen. Alles Liebe, Amouna. P.S.: Magst du mal bei Gelegenheit erzählen, wie man den Shabbat vorbereitet? Das würde mich nämlich sehr interessieren. 🙂

  2. Hi Amouna, gute Idee, ich werde mal was zu unseren Schabbat-Vorbereitungen schreiben. Viel Spaß beim Fernsehen, ich hoffe, es lohnt sich. 🙂

  3. Hej hej schade ich kann den Film nicht gucken haben ja nur ZDF und 3sat. Liebe Grüsse und gut shabbes Anneka

  4. B“H

    In meinem Blog werde ich in der naechsten Zeit ueber das Thema „Aussteiger aus der Ultra – Orthodoxie“ schreiben. Bin ich doch selbst um einiges betroffen.

    Fuer den Film hoffe ich, dass er sehr objektiv ist. Es gibt in Israel die HILLEL – Organisation, welche Aussteigern hilft. Doch geht Hillel oft sehr radikal vor, heisst, verbreitet regelrechten Hass auf die Religion und alles was damit zu tun hat.
    Hillel war fuer mich damals kein Thema, denn ich wollte schon religioes bleiben, nur nicht auf jene Art und Weise.
    Allerdings wird dann solchen Leuten wie mir kaum geholfen, denn Hillel fordert einen totalen Abbruch mit der Umwelt.

    Natuerlich ist es ein schwieriges Thema und es geht nicht nur um die haredischen Aussteiger selbst, sondern die gesamte Familie ist betroffen. Verspottet von der Gesellschaft und die Shidduchim (das Finden von Ehepartnern) fuer die Geschwister der Betroffenen sind auch ruiniert.
    Aber nicht nur das, es gibt ein sehr schweres seelisches Problem, naemlich das der Schuldgefuehle. Es kann Jahre dauern, bis man dies alles ueberwindet.

    Shabbat Shalom,
    Miriam

  5. Den Film habe ich leider doch nicht sehen können, aber auf deine Erfahrungen, Miriam, wäre ich sehr gespannt. Ich kenne die Thematik nur theoretisch. In unserer Familie gibt es keine Charedim.

    Schabbat Schalom
    Anna

  6. Den Film habe ich (noch) nicht gesehen, aber er wird bald in unserer Gemeinde gezeigt. Bei uns haben diejenigen, die ihn gesehen haben, ihn als sensibel geschildert.

  7. B“H

    Hi Anna, es wird sicher fuer mich schwierig sein, Leuten, welche nicht diese Erfahrungen haben bzw. die Haredi – Society nicht kennen, jene ganzen Probleme zu verstehen, aber ich werde mein bestes tun.

    Shavua Tov,
    Miriam

  8. Ja, ich denke auch, dass es schwierig ist, das Leuten zu erklären, die gar keine Erfahrung mit dem Leben in so geschlossenen Gesellschaften haben. Und das sind hier in Deutschland zumindest ja die meisten.

    Schawua tow,
    Anna

  9. B“H

    Zu meinem vorherigen Comment: Mein Deutsch ist nach zweitaegiger Abstinenz furchtbar. Sorry, fuer meine Fehler. 🙂

    Ich bin 1998 mit einer Krise nach Deutschland gekommen und fand dort keine angebrachte Hilfe, da mich ja mit diesem Thema niemand verstand. Irgendwie habe ich mich dann alleine aufgerafft, aber Du hast recht: In Deutschland ist dieses Thema vollkommen unbekannt. Selbst meinen Freunden musste ich die Haredi – Society erklaeren und erst dann konnte ich einiges von meinen Problemen erzaehlen.

    Miriam

  10. Huhu zusammen, *hilfe* – mich interessiert, was ihr schreibt, aber ich versteh‘ nur die Hälfte … 😦 Was ist Haredi? Alles Liebe, Amouna.

  11. Hi Amouna, als Charedim bezeichnet man die ultraorthodoxen Juden. Hier ein ganz guter Wikipedia-Artikel, der das wesentliche zusammenfasst: Ultraorthodoxes Judentum

    Grüße
    Anna


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