Verfasst von: Anna | 6. Mai 2007

Giur: der Übertritt zum Judentum in den USA

Hier einmal ein Rabbiner mit einer ausgesprochen positiven Einstellung zum Giur, der Interessierte über ein Video auf Youtube geradezu ermutigt, ihren Weg ins Judentum zu gehen:

Amerika scheint auch in Sachen Giur ein Land der unbegrenzten Möglichkeiten zu sein.

 Eure Anna

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Responses

  1. B“H

    Great Video und sehr ausfuehrlich. Nur eines ist in den USA anders: Sie haben nicht das Problem derer, die dort bleiben bzw. eine Staatsbuergerschaft wollen. Diesem Problem ist nur Israel ausgesetzt udn daher wird hier auch mit mehr Vorsicht gehandelt. Die Erfahrung gibt da recht.

  2. wer wirklich, aus fester überzeugung einen weg sucht zu konvertieren, der wird auch einen weg finden. es ist G’TT der einen solchen menschen führt. und ist es der wille G’TTes so wird sich dem NICHTS wiedersetzen können. bei mir wurde der wunsch dazu vor über 13 jahren geboren und manifestierte sich mit der geburt meines heute 10 jahre alten sohnes. die dringlichkeit die ich verspürte, meinen sohn unbedingt die religion zu vermitteln von der ich überzeugt bin das sie das wort und gesetz G’TTes ist, hat mich veranlasst mit einer jüd. gemeinde hier in deutschland kontakt aufzunehmen. zuerst fragte ich nach einem kindergartenplatz für den jungen und hatte das glück einen solchen auch zu bekommen. damit hat man bereits einen riesigen schritt gemacht, die feste, die man nur vom lesen her kannte nun auch, soweit es für nichtjuden möglich ist, mitzuerleben. in jeder gemeinde wird heute, auch auf grund der vielen zugezogenen, religionsunterricht angeboten. meine anfrage dort mitmachen zu dürfen wurde zwar verneint, allerdings erfuhr ich bei meinem gespräch mit dem rabbi, das ich nicht der einzigste giur-interessierte wäre und das man bereits so weit wäre, in kürze einen unterricht für giur-interessierte anzubieten. nun gehe ich seit ca 3 jahren wöchentlich einmal zu diesem unterricht. wer der meinung ist, er könnte mal eben in einem jahr die fülle an gesetze und gebote erlernen um dann überzutreten, der irrt gewaltig. aussnahmen werden hier, wenn auch ungern, bei leuten gemacht die einen jüdischen partner heiraten wollen. alle anderen und das sehe ich bei mir selber, sollten sich darauf einrichten das ein jahrelanges lernen DURCH PRAXIS erforderlich ist. die gemeinde hilft wo sie kann. ich darf am kabbalat shabat teilnehmen, ich bin zum schacharit am shabat in der synagoge, ich benötige an manchen jahren mehr als 10 urlaubstage für feiertage an den nicht gearbeitet werden darf, ich kann nicht mehr auswärts essen gehen nicht mal bei nichtjüdichen freunden, das morgengebet nimmt sich je nach anlass bis zu 90-120 minuten, des abends wird das mincha und maariv gesprochen anstatt fernsehen geschaut, and so far… und letzendlich bin ich nun geschieden und sehe meine kinder ( wir haben noch eine tochter bekommen) nur noch sonntags weil meine damalige frau das so nicht mittragen wollte…. aber ich komme durch ein permantes und striktes einhalten der gebote und durch ständiges praktisches lernen immer weiter und,.. ich FÜHLE MICH WOHL dabei.
    BARUCH HaShem … möge es auch sein wille sein das ich einst als zugehöriger seines volkes, lebend im heiligen land, seine gesetze und gebote einhalte. AMEN, SELAH

  3. @Reiner Schramm, du klingst ja wirklich sehr entschlossen. Ich hätte das Kind da ja erstmal rausgelassen, man muss als Erwachsener, denke ich, erst einmal den eigenen Weg finden, bevor man die Kinder mitzieht, und vor allem auch sicher sein, dass der Ehepartner mitzieht. Ich finde es sehr problematisch, ein Familienleben zu opfern, um Jude zu werden. Zumal das Judentum ja an Nichtjuden gar nicht den Anspruch erhebt zu konvertieren.

  4. @Anna, ich denke und da geht mein Rabbi mit mir überein, man sollte die richtung für ein kind recht früh legen. mir ging es darum meinem sohn ein leben im einklang mit den geboten G’TTes zu vermitteln. meine, mit meiner damaligen frau gemeinsamen anfänge, liefen ab gewisse dinge und rituale in eine sachgasse. mir, als jemand für den sich der wille zum übertritt unumstösslich gefestigt hat, war es mir unmöglich, im wissen das dinge wir rituelle bäder, koshere küche, einhalten von gebetszeiten und das zelebrieren von festen, wesentliche bestandteile des judentum sind, ständig und auf dauer diese zu ignorieren. ich verspüre einen starken willen meinem G’TT im gehorsam zu dienen und es zermürbt mich wenn ich mal wieder gegen seine gebote und gesetze gehandelt habe. (ich erinnere hier an das 2 mal tägliche SHMA ) die anerkennung G’TTes als den mittepunkt meines lebens und der damit verbundene gehorsam zu seinen geboten und gesetzen, aber auch die möglichkeit eben mit einhalten dieser gesetze und gebote IHN zu heiligen, IHN zum OBERHAUPT meines leben und streben zu machen, erfordert auch einschnitte in in das bisher gewohnte leben. ich hatte die chance zur entscheidung mein leben in den dienst G’TTes zu stellen und damit echte erfüllung meiner sehnsucht zu erfahren oder mich für meine familie zu entscheiden. den weg den ich eingeschlagen habe und die konsequente einhaltung dessen, hat diese entscheidung erforderlich gemacht, wenn es auch schwer viel. mein sohn, der im übrigen nach 3 jahren kindergarten auch seit 4 jahren die jüdische grundschule besucht, macht mir in sachen jüdische religion eine menge freude. das fehlen von konsequenz und das akzeptieren von tiefen einschnitten, bis zur unendlichkeit des bisher geführten leben sind nicht selten der grund warum viele giur-willige früher oder später abfallen. mir fällt zu diesem thema auch der aufruf ein der an awram erging als er seine sieben sachen packen sollte um aus ur-kasdim in eine für ihn ungewisse zukunft zu gehen. leicht ist dies unserem erzvater bestimmt nicht gefallen.

  5. Nachtrag: ich suche im judentum auch keine bestätigung oder einen aufruf für oder zu meinem giur. es ist mein eigener tiefer wunsch dieses zu tun. die meisten menschen, selbst von geburt jüdische, erfahren in ihrem leben nie eine gewisse spiriualität und somit einen zugang zu G’TT. den meisten fällt es nicht mal ein sich für das tägliche essen und trinken zu bedanken. wenn ich diesen zugang erhalte, zu erkennen das alles von G’TT kommt und nichts ohne G’TT geht, das ER alleine schaltet und waltet ( ich will jetzt nicht die ganze Thora zetieren 🙂 ) dann wäre es meines empfinden nicht gut wenn ich diese hand ausschlagen würde. wenn ich mir die prophezeiung vergegewährtige “ UND VON ZION AUS ERGEHT WEISUNG AN DIE VÖLKER“ , na warum soll ich, als jemand aus den völkern, nicht schon mal feste üben. 🙂


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