Verfasst von: Anna | 16. Mai 2007

TV-Tip: „Das verlorene Stück“

Dieser Dokumentarfilm des israelischen Filmemachers Oded Lotan über Beschneidung im Judentum ist morgen abend um 22:30 Uhr auf Arte zu sehen. Laut Vorankündigung kommen darin Rabbiner, Psychologen und Eltern von beschnittenen Jungen sowie Beschneidungsgegner zu Wort. Ich kenne weder den Film noch den Filmemacher, deshalb bin ich sehr gespannt, wie das Thema Beschneidung im Judentum dem deutschen Publikum präsentiert wird. Mal sehen. 

Eure Anna 

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Responses

  1. Ich mag Dokumentarfilme. Grundsätzlich bin ich gegen die Beschneidung von Jungen u. Mädchen. Ich werde es mir morgen anschauen. Vielen Dank für den Tip.

  2. Hi Anna,

    schoen, wieder von Dir zu lesen!

    Ich fand die Dokumentation nicht schlecht gemacht, nur kommt sie glaube ich beim nichtjuedischen Publikum voellig anders als beim juedischen Publikum an. Witziges Ende -;

  3. Ich fand sie auch ganz in Ordnung, relativ ausgewogen. Nur der türkische Junge, der ja erst in späterem Alter beschnitten wurde und so viel Angst hatte, passte nicht rein, denn so läuft das ja im Judentum nicht ab. Buben in dem Alter bei vollem Bewusststein (und dann noch im heimischen Wohnzimmer mit der ganzen lärmenden Familie drumherum) zu beschneiden, finde ich zumindest aus psychischer Sicht (körperliche Risiken kann ich nicht beurteilen) ziemlich riskant.

    LG
    Anna

  4. eine türkische rbeitskollegin meines mannes hat ihren jungen im jüdischen krankenhaus beschneiden lassen. sie hat wohl den muslimischen beschneidern nicht ganz getraut. uns war ein wenig mulmig (der schuss kann ja auch nach hinten losgehen), aber es ist alles gut gegangen. anscheinenend ist sie auch nicht die einzigste, es kommen wohl mehr muslime dorthin als man denkt.

  5. das war ein guter instinkt – ich habe in .il das „werk“ eines musl. Beschneiders gesehen (in der notaufnahme eines jued. kh). einen sohn würde ich von ärzten unter narkose beschneiden lassen.

  6. Ich würde einen Sohn auch am liebsten von einem Arzt unter Narkose beschneiden lassen. Das Jüdische Krankenhaus in Berlin ist dafür bestimmte eine gute Adresse.

  7. ich kann bei säuglingen eine narkose nicht empfehlen (habe als mutter selbst erfahrung mit briss). denn die spritze und die atmossphäre des krankenhauses ist für den säugling – meiner meinung nach – wesentlich stressiger als der kurze moment der beschneidung durch einen mohel. zudem wird das baby ja vorher lokal, mit benuron o.ä., etwas beruhigt, der schnitt wird in rasanter geschwindigkeit gemacht und schon ist das kind zurück im arm der mutter. bekannte von mir haben ihr kind im jüdischen krankenhaus beschneiden lassen – das kind war nicht auf dem schoss des sendak, sondern angeschnallt auf der pritsche.
    das kann ich nicht empfehlen.


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