Verfasst von: Anna | 13. Juli 2007

Kein Arutz 33 mehr auf Hotbird

Das war die schlechte Nachricht der Woche: Der israelische Fernsehsender Arutz 33 (Channel 33, CH 3 Arabic IBA TV) ist nicht länger über den Satelliten Hotbird zu empfangen. Für uns in Mitteleuropa heißt das jetzt Fernsehen über das Internet, denn die von IBA angebotene Alternative, der Satellit Amos auf vier Grad West, ist hierzulande tatsächlich nur mit einer Riesenschüssel zu empfangen, wie mittendrin-Leser Berti Maier zutreffend geschrieben hat.  😦 Trotzdem: Falls hier Leute mitlesen, die Amos empfangen: bitte schreibt doch mal, wie groß eure Schüssel ist, wo sie montiert ist und wieviel freie Sicht ihr habt. 🙂

Schabbat schalom
Anna

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Responses

  1. Die Abschaltung von Arutz 33 ist keine Kleinigkeit. Die gesamte israelische und hebräischverstehende Öffentlichkeit in Europa, von Portugal bis Finnland bleibt ohne Heimatversorgung. Schon Arutz 33 war Versorgung 2. Klasse mit Mabat zeitversetzt und kaum aktuelle Beiträge, ganz zu schweigen von einem einzigen Kinderprogramm, was so wichtig wäre. Ein Blick in die Liste der arabischen TV-Sender, die über Hotbirdird senden zeigt, dass die arabischen Staaten (und Organisationen) sich sehr wohl über die große Wichtigkeit einer angemessenen TV-Präsenz in Europa bewußt sind und demzufolge meistens ihre ersten (Inlands!-)Sender in die Luft senden. Nicht so Israel. Ständig die Klage über die „mehdalim tikshortiim“ und die Überlegungen, wie besser die israelische Lage im Ausland erklären und als Lösung wird das Wenige, was an authentische Information und Präsenz da war, ersatzlos gekappt. Applaus für Kommunikationsminister Attias – oder welcher Künstler auch immer diese miserable Entscheidung traf.

  2. @Tzofé Ko’es, so ist es. Da gibt es nichts mehr hinzuzufügen. Traurig, aber wahr. Ich habe mich zwar auch immer über Arutz 33 aufgeregt, weil es eigentlich recht wenig auf Hebräisch gab, aber das war besser als gar nichts. Immerhin Mabat und hier und da mal eine Diskussionsrunde, eine Kochsendung, etwas Musik. Ich gehe mal davon aus, dass das eine rein finanzielle Entscheidung war. Die Israelis und Hebräischsprechenden in Europa können nun sehen, wo sie bleiben. Denn Amos ist ja hier kaum zu bekommen. Allein schon der eingeblendete Hinweis auf Arutz 33 ist der blanke Hohn.

  3. Da wohl nicht alle nach Bukarest umziehen werden um in Europa isaelisches Fernsehen empfangen zu können, ist es sinnvoller sich zu besinnen, dass wir eine Demokratie haben und wir unsere Politiker direkt kontaktieren können. Und zwar das geht so:

    State of Israel
    The Minister of Communications
    Mr Ariel Atias
    Telefax: +97226240029 bzw.
    E-Mail: sar@moc.gov.il

    Schöne Grüße und er möge umgehend dafür sorgen, dass Arutz 1 oder Arutz 2 auf Hotbird oder Astra kommt.

    Sonst schreiben wir Staatspräsident Shimon Peres und beschweren wir uns über diesen schlechten Minister…

    So.

  4. stop press!

    Berichtigung:
    Die E-Mailadresse „sar@moc.gov.il“ erweist sich als falsche Angabe (failure kommt zurück). Bitte deshalb nehmen:
    pini@moc.gov.il
    Es ist die Emailadresse des Ministerberaters Pinhas Itzhaki. Kommt beim Minister an.

  5. Bei einer Anfrage an die israelische Botschaft in Berlin habe ich folgende Antwort bekommen:
    Shalom,
    wir möchten Sie bitten, sich in englisch oder hebräisch an folgende Kontaktstelle der IBA (Israeli Broadcast Authority) zu wenden:
    ombudsman@iba.org.il

    Mit freundlichen Grüßen
    Oeffentlichkeitsarbeit
    Botschaft des Staates Israel
    Auguste-Viktoria-Strasse 74-76
    14193 Berlin

  6. Und darauf reagiert, habe ich von dem Ombudsman der IBA folgende geschickt bekommen:
    „IBA“, Israel Broadcasting Authority, transmitted till the last week, Channel 1 & Channel 33 via different satellites, Amos & Hotbird. To improve the receive quality of Channel 1 & Channel 33 via ONE satellite, IBA changed Channel 33 to the Amos Satellite. This improvement was for the Israeli audience. If your request is to return Channel 33 & Channel 1 to Hotbird, you have to forward your E-mail to the IBA General Director, Mr. Moti Sklar. [motis@iba.org.il]
    Best Wishes,
    Hezi Naor
    Head Satellite Communications,
    Tel : 972-3-5198226
    Fax : 972-3-5198103

  7. I spoke about the Arutz 33 problem with IBA spokesman and he suggested me to write to Foreign Minister Tzipi Livni since its also a problem of „asbarà“. If many people will write to Foreign Minister maybe they will find money to change the decision. Let’s write all together.
    Gabriel Eschenazi

  8. hi
    wie kann man denn im internet tv aus israel sehen weiss das einer ?

  9. Obwohl seit den obigen Stimmen schon ein Jahr vergangen ist und Channel 33 nicht mehr auf Hotbird zurückgekehrt ist, nehme ich zu der Thematik noch Stellung. In dieser Angelegenheit habe ich vor einem Monat einen Vorschlag an IBA gesandt, mit Bitte um Weiterleitung an den Generaldirektior. Ob diese erfolgte, weiss ich nicht, da bis jetzt keine Antwort eingetroffen ist. Es geht in meinem Vorschlag genau um die erwähnte „angemessene TV-Präsenz“ und die Finanzierung.
    Ich sende nun heute diesen Vorschlag direkt an den Generaldirektor Moti Sklar.
    .
    Seit etwa 3 Monaten wurde endlich der Radiosender KOL HAMUSICA auf Internet aufgeschaltet, Adresse:
    http://www.iba.org.il/media/?liveRadio=8.
    Ich habe IBA in vielen Emails auf die technischen Unzulänglichkeiten aufmerksam gemacht, doch ist die Uebermittlung immer noch nicht perfekt.
    So gibt es stets 35 Sekunden vor der vollen Stunde einen kurzen Unterbruch, wenn die auf der Internetseite aufgeführte Uhr auf 00:00 zurückgesetzt wird. Zudem entstehen während der Stunde kürzere und längere Unterbrüche, was bei klassischer Musik alles andere als angenehm ist.
    Heute habe ich nochmals auf die Problematik aufgemarksam gemacht. Aber vielleicht bin ich der einzige Internetzuhörer von Kol Hamusica. (Bei den andern Internetradios besteht das erwähnte Problem nicht). Aber wer weiss, vielleicht geschehen noch Wunder.
    .
    Es wäre natürlich von Vorteil, wenn ein Sammel-Email unter Angabe möglichst vieler
    Emailadressen an den Generaldirektor der IBA
    und an die Aussenministerin Livni gesandt werden könnte (die Emailadresse Letzterer fehlt mir aber).
    .
    Ich bin auch bereit, den bis jetzt geführten Korrespondenzwechsel zu veröffentlichen. Im Interessensfall bitte ich um Benachrichtigung.
    .
    ROLAND

  10. Im Anschluss an meine heutige Nachricht möchte ich doch noch vermerken, dass ein israelisches Fernsehen über Satellit in Europa frei zu empfangen ist:
    GUYSEN TV auf:
    Eutelsat W2 16° Ost, 11283 h, 27500, 3/4.
    Auf der Internetseite: http://www.guysen.tv/
    ist das Programm auch „live“ zu verfolgen.
    Gesendet wird in Französisch aus Jerusalem.
    Hauptnachrichtenzeit ist von Sonntag bis
    Donnerstag ungefähr 19.55 bis 20.20 Uhr.
    Der Informationsgehalt übertrifft m.E. die nicht mehr empfangbar Tagesschau in englischer Sprache von Channel 33. Die Ausrichtung des
    Parabolspiegels auf den Eutelsat W2 lohnt sich.

  11. @David
    Der einfachste, aber auch umständlichste Weg ist die Webseite des Senders deiner Wahl aufzusuchen und zu prüfen, ob dort ein Video-Stream angeboten wird.

    Beispiel: http://www.inn.co.il/tv/
    bzw. http://www.israelnationalnews.com/TV/

    Ansonsten gibt es auch Webseite welche alle Angebote aufbereitet darstellen, diese sind aber nach meinen Erfahrungen oft nicht aktuell (einfach googlen: ‚online tv israel‘).

  12. endlich-bin bischen unbeholfen mit dem pc -bin ich
    auf euch mitenttäuschte gestossen.
    ich lerne hebräisch und fühlte mich wie im heiligen land mit dem arutz 33. was hab ich nicht alles versucht den wieder rein zu kriegen!kinderprogramme hab ich doch auch sehr vermist.
    bitte um hilfe,wer kann mir sagen was die beste lösung für den empfang wäre in dem bereich zwischen trier u. koblenz?
    welche schüssel -richtung u. daten ,satelit ,und sonst alles für guten empfang? -nicht net-nur über s.-spiegel ins wohnzimmer.gerne meine e-mail adresse benutzen als bitte an die resp.personen ,die den arutz 33 wieder senden
    könnten.
    [gelöscht: bitte keine Telefonnummern ;)]

  13. @Ulf, es gibt keinen Empfang mehr in Mitteleuropa.

  14. Hallo !!!

    Ich weiß, dass dieses Thema uralt ist, aber ich bin zufällig darauf gestoßen und möchte alle Freunde Israels und Israelis darauf hinweisen, dass es seit einiger Zeit auf dem Satelliten Eurobird 9A auf 9 Grad Ost einen verschlüsselten Sender 100% in Hebräisch gibt namens TIN – The Israel Network.
    Dieser Sender überträgt größtenteils Sendungen der israelischen Inlandssender wie Channel 10 ( u.a. das israelische Frühstücksfernsehen ) und auch Sportsendungen von Sport +5.
    Ich kenne jemanden, der eine Smartcard für diesen Sender hat und er ist auch wirklich sehr interessant. Die Bildqualität ist ganz in Ordnung, aber super ist sie nicht. Auf einem LCD Fernsehen sieht das doch ein wenig verpixelt aus.

    Aber es ist ECHTES israelisches TV

    http://www.tin.tv

    Der Satellit hat ein sehr starkes Signal in Deutschland und ist auch mit 60 cm oder weniger sogar problemlos empfangbar. Nur Geld muss man ein wenig dafür ausgeben und den entsprechenden Receiver mit einem Viaccess Modul ( so nennt sich das Verschlüsselungssystem ). Kostet so ca. 15 Euro im Monat, wenn ich mich nicht irre, auf jeden Fall keine 5 oder 10.

    Ich finde es insgesamt gesehen äußerst schandhaft, dass es Sender wie Sudan TV oder Yemen TV überall zu empfangen gibt, aber es keinen EINZIGEN israelischen Sender umsonst gibt. Das Argument mit den Kosten für die Satellitenübertragung halte ich für unsinnig.

    Der Satellit Amos hat nicht nur ein Signal für den Mittleren Osten, sondern auch Frequenzen, die auch im Osten Deutschlands zumindest problemlos empfangbar sind mit 70-80 cm an Blech. Dort könnte man doch einen Sender auf Hebräisch senden. Die Kosten wären gleich 0, da es ein israelischer Satellit ist ! Ist zwar nicht so einfach empfangbar wie Astra aber auch nicht wirklich schwer.

    Aber TIN ist schon mal ein Segen für alle und das Geld auch wert ( bin jetzt kein Vertreter von TIN )

    Wer noch Fragen hat oder Hilfe braucht, einfach bitte e-mail an marcinwilk@gmx.de

    Ein herzliches Shalom aus Berlin

    Marcin Wilk


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