Verfasst von: Anna | 14. Februar 2008

Geliebte Vorurteile

Es gibt Leute, die pflegen ihre Vorurteile gegenüber Juden so liebevoll wie andere ihren Vorgarten. Noch nicht einmal langjähriger persönlicher Kontakt bringt diese Zeitgenossen dazu, ihre altbackenen Klischees zu überdenken. So hat ein Arbeitskollege meinem Mann neulich bei einer Meinungsverschiedenheit an den Kopf geworfen, dass bei ihm „das Jüdische“ immer mal wieder „durchkäme“. Was „das Jüdische“ genau ist, hat er meinem Mann natürlich nicht beantworten können (wollen).  Aber gerade das hätte uns doch mal interessiert ….

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Responses

  1. Erschreckend, dass sich solche Vorurteile immer noch halten.
    Wie einfältig muss man sein, einen Menschen auf Grund seiner Religion zu diffamieren …

  2. Man kann es aber auch positiv sehen:
    wenn es ein „Stinker“ ist, der ihm solches vorwirft, nimm es als Kompliment, anders zu sein, eben nicht „stinkig“
    shalom
    pamesch

  3. ..naja, ehrlich gesagt sind gerade meine jüdischen vorurteile etwas unterentwickelt. dafür pflege liebevoll meine voreingenommnheit gegenüber amerikanern, franzosen, deutschen, arabern, italienern, japanern argauern und nicht-zürchern im allgemeinen.
    vorurteile gegenüber juden sind schon so mainstream, dass ich nur schon aus stil-gründen darauf verzichte 🙂
    …und ich bin araber!

  4. Das ZEIT-Kreuzworträtsel „um die Ecke gedacht“ von dieser Woche, das man jetzt ENDLICH online lösen kann (http://spiele.zeit.de/ecke/), fragt nach dem Terminus „Vorurteile“ mit „Werden gesprochen im Namen des Gewohnheitsrechts des Geistes“.

    Das ist eine saubere Deutung.


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