Verfasst von: Anna | 2. März 2008

Mit Vorsicht zu genießen: deutsche Kunden auf dem privaten Automarkt

Mein altes Auto habe ich heute an einen eingebürgerten Afghanen verkauft. Nach allem, was ich mir in den letzten Tagen von deutschen Interessenten am Telefon angehört habe, habe ich beschlossen, das Auto nur noch an einen Ausländer zu verkaufen. Der perfekte Gebrauchtwagen für den gewöhnlichen deutschen Autokäufer auf dem Privatmarkt sieht nämlich so aus: kostet fast nix, ist aber auch nach 10 Jahren noch fast wie neu, hat allen erdenklichen Komfort und – ganz wichtig, ja schon heilig – kommt mit einem tadellosen Service-Heft voller Stempelchen. Bei derart hochgeschraubten Ansprüchen ist der Ärger hinterher wahrscheinlich vorprogrammiert. Und somit habe ich es dem Afghanen verkauft. Der hatte so viel Sachverstand, dass er erkannt hat, dass das Auto sein Geld wert ist und hat auch sofort bezahlt. Morgen bekommt er das Auto auf der Zulassungsstelle übergeben, nachdem ich es abgemeldet habe – und gut ist.

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Responses

  1. Hihi, typisch deutsch :-), vor allem das Service-Heft.


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