Verfasst von: Anna | 23. Oktober 2008

Die Nacktscanner-Mafia aus Brüssel

Erst die Fingerabdrücke in den Pässen, dann der Iris-Check an gewissen Flughäfen – und jetzt auch noch Scanner, mit denen man durch die Kleidung schauen kann? Ich hab’s ja schon immer geahnt: diese Brüsseler EU-Bürokraten haben ganz gewaltig einen an der Waffel. Die sollen sich, wenn wir sie schon überhaupt haben müssen, dann doch lieber mit den Formen von Gurken und der Einfuhr von Bananen beschäftigen als im Namen der Bürger-Sicherheit unsere Persönlichkeitsrechte auszuhebeln. Mir wird bei soviel staatlich verordneter Fürsorge jedenfalls erst recht angst und bange. Und das ist etwas, das die paar Terroristen, die in den letzten Jahren mit Flugzeugen ihr Unwesen getrieben haben, bei mir jedenfalls noch nicht geschafft haben. Wenn diese Geräte tatsächlich kommen sollten, dann überlasse ich das Fliegen gern den braven Zeitgenossen der „Ich hab‘ eh nichts zu verbergen“-Fraktion. Das spart mir Geld und ist gut für die Umwelt. Hurra!

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Responses

  1. Wir fliegen nächste Woche nach Deutschland. In Manchester gibt es diese Scanner noch nicht.

    Ich habe mir gerade vorgestellt, was passiert wäre, wenn sie meine Kanüle im Bauch von der Dialysezeit entdeckt hätten. Ich habe sie ja jetzt nicht mehr, aber wenn ich sie noch hätte, ein festgeklebtes Etwas am Bauch. Ich glaube nicht, daß alle Menschen die Nackt-Scannen so sehr mit der Medizin vertraut sind.

    *grübel*

    Ja und die Terroristen lachen sich kaputt, denn sie finden sowieso andere Wege uns Angst zu machen.

    Ich finde es furchtbar, daß ich fremden Menschen meine Nacktheit offenbaren muß. Da könnte ich ja gleich für ein Nacktmagazin posieren und auch noch Geld machen, denn wer sagt mir, daß einige Bilder vielleicht mal im Internet auftauchen so zum Spaß!! 😦

  2. Servus,

    bin im Sommer von Moskau in die EU geflogen, da sieht man das Ganze ein wenig entspannter: Wer will, lässt sich scannen (geht halt schneller) und wer nicht will, wird normal untersucht.

    Da die Angestellten, welche den „Nacktscanner“ bedienten, nicht irgendwo versteckt saßen sondern gleich am Ende der Schlange, konnte man auch auf die Bildschirme sehen – also Nacktheit sieht anders aus (Das war aber mehr russische Sorglosigkeit – natürlich sollte man die Bildschirme so aufstellten, dass man nicht darauf sehen kann).

    Ich versteh an der ganzen Diskussion einfach nicht, warum es nicht möglich ist, einfach wählen zu können: Wem es egal ist soll gescannt werden und die anderen eben nicht – funktioniert zumindest in Moskau Domodedowo bestens.

    Zumal ich persönlich diese Art von Untersuchung sogar angenehmer finde als abgetastet zu werden – just my 2 cents.

    Grüße,

    natty

  3. Die EU hat nach den massiven Protesten heute entschieden auf diesen Scanner zu verzichten. Na bitte, geht doch, wenn auch bis zu nächsten Runde.

  4. Ja, da kann man wirklich froh sein. Ich halte ja die Israelis für die Spezialisten in Sachen Sicherheit am Flughafen, und solange die nicht solche Geräte haben, brauchen wir die in der EU erst recht nicht. In Israel kann man auch nach wie vor völlig unproblematisch Flüssigkeiten mit an Bord nehmen! Ich hab diese Möchtegern-Sicherheitsexperten da in Brüssel sowas von satt.

  5. Ach ja, Flüssigkeiten, habe ich gehört, soll man angeblich auch ab 2010 wieder mit ins Handgepäck nehmen dürfen.

    EU will Flüssigkeits-Regel kippen

    „Fluggäste in Europa dürfen einem Medienbericht zufolge ab 2010 voraussichtlich wieder unbegrenzt Flüssigkeiten im Handgepäck mit an Bord nehmen.“

    http://www.sueddeutsche.de/reise/459/316343/text/

  6. Also mir wäre nacktscannen lieber als abtatschen.


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