Verfasst von: Anna | 2. Oktober 2009

Endlich ein Lebenzeichen: Gilad Shalit auf Video

Endlich ein Video: Gilad Shalit lebt – und wirkt zumindest äußerlich unversehrt. Für dieses Lebenszeichen des jungen israelischen Soldaten, der vor drei Jahren von Palästinensern in den Gazastreifen verschleppt und seither dort als Faustpfand festgehalten wird, hat Israel einen hohen Preis gezahlt und 19 Palästinenserinnen aus israelischen Gefängnissen freigelassen. Und wie betitelt der Spiegel die Übergabe des Videos zum Preis von 19 Straftäterinnen? Als „israelisch-palästinensischen Gefangenenaustausch“. Das nenn ich ja mal wieder makaber. Erstens hat die Hamas ja bloß ein Video und keinen „Gefangenen“ übergeben und zweitens ist Shalit überhaupt kein „Gefangener“ im Sinne eines rechtmäßig verurteilten Gefängnis-Insassen sondern ein Entführungsopfer. Oder reicht ein Wehrdienst in der israelischen Armee jetzt schon, um sich mit palästinensischen Straftätern in israelischen Gefängnissen auf eine Stufe stellen lassen zu müssen?   

Mein Mitgefühl ist bei Gilad Shalit und seiner Familie. Man mag sich gar nicht vorstellen, was dieser junge Mann und seine Familie seit drei Jahren durchmachen.

Schabbat Schalom und Chag Sameach!

Advertisements

Responses

  1. Weiss man denn wieso diese palästinensischen Frauen inhaftiert waren? Waren Sie terrorverdächtig? Kann mir gar nicht vorstellen, dass dort soviele Frauen in Gefängnissen sitzen, zumindest bestimmt nicht so wie hier bei uns im Westen. Aber vielleicht liege ich da ja auch falsch.

  2. Die Frauen saßen zum Beispiel wegen versuchten Mordes oder irgendwelchen tätlichen Übergriffen an Grenzübergängen.

  3. Soviel ich weiß auch wegen versuchten Terroranschlägen.

    In israelischen Gefängnissen werden zur Zeit etwa 60 palästinensische Frauen festgehalten. In den vergangenen Jahren wurden mehrmals Frauen nach Israel geschickt, um als Selbstmordattentäterinnen möglichst viele Juden zu töten. Eine Frau hatte sich als „schwanger“ ausgegeben, an ihrem auffälligen Bauch aber einen Sprengsatz getragen. Eine junge und gut aussehende Anwältin aus Jenin überwand mit ihrem Charme alle Straßensperren auf dem Weg nach Haifa, wo sie sich nach einer Mahlzeit im Maxim-Restaurant inmitten israelischer Familien mit ihren Kindern sprengte, nachdem Sie dem arabischen Kellner ihre Essensrechnung gezahlt hatte. Unter den gefangenen Frauen befinden sich mehrere potentielle Selbstmordattentäterinnen, die rechtzeitig entdeckt wurden oder in letzter Minute einen Rückzieher machten.

    http://www.hagalil.com/archiv/2009/09/30/deutsche-vermittlung/

  4. b“h, das ist eine gute nachricht. sehr dünn sieht er aber aus.

    chag sameach, gut moed, anna.

  5. Danke für die Information, hab sonst nämlich nichts darüber gelesen.


Kategorien