Verfasst von: Anna | 30. Mai 2010

Lena gewinnt beim Grand Prix für Deutschland – und es wird noch gemeckert

Lena gewinnt für Deutschland den Grand Prix – und schon häufen sich die abfälligen Kommentare. Wer es nicht glaubt, der braucht bloß mal exemplarisch bei der Welt  nachlesen. Ich verstehe das nicht. Was sind wir denn bloß für ein komisches Volk? Hier wird sogar noch so ein harmlos-nettes freudiges Ereignis schlecht geredet. Diese Griesgrämigkeit ist mit Sicherheit einmalig auf der Welt.

Den israelischen Beitrag „Milim“ von Harel Skaat  finde ich übrigens auch nicht schlecht:

Advertisements

Responses

  1. Anna, das ist die deutsche Mentalität. Man hat sich gegen die dauernden Niederlagen dadurch gewappnet, dass man die ganze Veranstaltung ablehnt. Dazu der Hype um Lena und der deutsche Bär brummt verärgert und will nichts mehr davon hören.

    Ich habe seit Jahren zum ersten Mal immer mal wieder reingeschaltet und mein Kommentar wäre, dass unter den Blinden der einäufige König ist.

  2. Oh, liebe Anna, genau das habe ich auch gedacht. Schon im Vorfeld. Warum sich einfach mal nur freuen und das Mädchen Mädchen sein lassen? Ich wünsche ihr, dass sie ihre starken Nerven behält und die jetzt bestimmt noch stärker werdenden Anfeindungen aushält.
    Und zu den lieben Landsleuten – einfach mal entspannt bleiben und sich schlicht freuen. So richtig gerechnet hat doch bestimmt niemand damit.

  3. Israel hat es doch gewagt, Deutschland Null Punkte zu geben und auch das kocht die deutsche Volksgenossenseele.

    http://marx-blog.de/2010/05/null-punkte-aus-israel/comment-page-1/#comments

  4. Ich habe nicht damit gerechnet, daß es so gut ausgeht, allerhöchstens daß es besser laufen wird als in den Jahren davor… und wir hatten am Ende einfach nur einen Mordsspaß, die Punkte purzeln zu sehen.

    Auch wenn ich das Lied eigentlich nicht so toll finde – es hat funktioniert und das finde ich einfach toll. Man kann es auch echt mit der Moserei übertreiben.

  5. Mein absoluter Favorit war auch Harel Skaat! Hatte Gänsehaut! Hätte ihm viele Punkte aus Deutschland gewünscht!

  6. http://www.politblogger.eu/facebook-und-der-esc-alles-verdammte-juden-hier/

    oder

    http://marx-blog.de/2010/05/null-punkte-aus-israel/

    Soviel übrigens zum Thema „deutsche Mentalität“. Manche von „uns“ haben echt nix verstanden.

  7. Also ich hab mich über die 0 Punkte aus Israel auch gewundert.

  8. Deutschland hat Israel auch keine Punkte gegeben. Ich denke, das ist einfach Geschmackssache.
    Ich fand den israelischen Sänger sehr gut, vor allem seine tolle Stimme.

  9. Harel Skaat war der Augen- und Ohrenschmaus des Abends!!! Da ging nix drüber!

  10. Von den anderen Teilnehmern hat Harel Skaat mit “Milim” am meisten Herzblut reingelegt, ich fand seine Gänsehaut auslösende Ballade ergreifend schön! Der junge Israeli ist mein Favorit gewesen. Daneben gefiel mir noch Didrik Solli-Tangen (Gastgeberland Norwegen) mit “My heart is yours” (auch wenn er gestern, anders als bei den Proben, stimmlich nicht ganz auf der Höhe war) und Tom Dice (Belgien) mit seinem wunderbar unprätenziösen “Me and my guitar” sehr gut. Ansprechend fand ich noch Dänemark (soll angeblich geklaut sein, aber lieber gut geklaut als schlecht erfunden!), Zypern und Irland. Harel und Didrik brauchen sich aber nicht ob der mäßigen Plazierung zu grämen: Balladen haben es beim „neuen“ Grand Prix nun einmal schwer, selbst Altmeister Andrew Lloyd Webber erreichte mit der grandiosen Jade Ewen und „It’s my time“ „nur“ Platz 5 im Vorjahr für das Vereinigte Königreich.

  11. Ich fand die Ballade von Harel Skaat auch sehr ergreifend.

    Liebe Grüße
    Ini

  12. Das stimmt nicht. In meinem Umfeld haben alle – inklusive mir selbst – schon vor der Entscheidung über Lena gemeckert. Und zwar weil sie weder singen kann, ihr Englisch schauderhaft ist, und der Song an sich nicht wirklich der Bringer ist. Es gab etliche andere, die gesanglich mehr zu bieten hatten (u.a. der israelische Beitrag, super gesungen). Aber vielleicht haben sie im kleinen schwarzen nicht so gut ausgesehen oder was weiß ich …
    In ein paar Wochen ist das sowieso gegessen. Dann wird man merken, dass es ein medial inszenierter Hype und nicht die Musik an sich war. Wie dem auch sei …


Kategorien